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Was bei einer drohenden Überschwemmung zu beachten ist

Zu jeder Jahreszeit kann es in jeder Region Deutschlands zu Überschwemmungen und Hochwasser kommen. Wer rechtzeitig vorsorgt, kann sein Schadenrisiko jedoch minimieren.

Überschwemmungen waren bereits in der Vergangenheit die Ursache für zahlreiche erhebliche Schäden an oder auch in Gebäuden. Zudem sind auch hierzulande immer wieder Menschen aufgrund einer Überschwemmung verletzt oder sogar getötet worden. Es gibt jedoch Vorsorgemaßnahmen, wie man die Gefahr, solche Personen- und auch Sachschäden zu erleiden, reduzieren kann.

Fast jedes Jahr gibt es hierzulande Hochwasser und/oder Überschwemmungen in unterschiedlichen Ausmaßen. Insbesondere durch die Schneeschmelze im Frühjahr treten immer wieder Flüsse über die Ufer. Besonders heimtückisch sind Starkregenereignisse. Je nach Stärke und Dauer kann Starkregen dazu führen, dass selbst Orte ohne Flüsse oder Seen von Überschwemmungen betroffen sind.

Wer wissen möchte, ob vor Ort akut eine Überschwemmung droht, kann online unter www.hochwasserzentralen.de eine Übersicht der stets aktualisierten Hochwasserlage in Deutschland aufrufen.

Die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen

Ist mit einer Überschwemmung zu rechnen, kann man einiges tun, um mögliche Personen- oder Sachschäden zu minimieren. Dabei hat der Schutz von Menschenleben oberste Priorität. So ist es wichtig, rechtzeitig alle Personen, die in der Gefahrenzone leben – insbesondere Kinder, aber auch ältere, kranke oder mobilitäts-eingeschränkte Menschen –, und auch Haustiere in Sicherheit zu bringen.

Wichtig ist es zudem, bedeutende Wertsachen und Dokumente wie Führerschein, Geburts- und Heiratsurkunde, Zeugnisse, aber auch Versicherungspolicen an einem vor der Überschwemmung sicheren Ort zu deponieren. Wenn noch genug Zeit bleibt, sollte man sein Auto oder andere Kraftfahrzeuge aus den überschwemmungs-gefährdeten Bereichen entfernen und beispielsweise in ungefährdeten Gebieten wie auf einer Anhöhe parken.

Läuft bereits Wasser in die Tiefgarage, in den Keller oder ins Erdgeschoss oder ist in Kürze damit zu rechnen, sollten diese Räume jedoch auf keinen Fall betreten werden, da dann nicht nur eine hohe Ertrinkungsgefahr besteht, sondern auch das Risiko, einen Stromschlag zu erleiden, hoch ist.

Präventionsmaßnahmen im und am Haus

Ist jedoch noch ausreichend Zeit, bevor das Wasser eindringt, kann man versuchen, das mobile Inventar eines Hauses – insbesondere Elektrogeräte und Gegenstände mit hohem materiellem oder auch ideellem Wert – aus dem Keller oder dem Erdgeschoss in ein höheres Stockwerk zu bringen. Zudem ist es ratsam, den Strom und die Heizung abzuschalten, die Haupthähne für Wasser und eventuell Gas abzudrehen sowie möglicherweise vorhandene Wassereinläufe und Rückstauklappen im Keller zu schließen.

Ist im Haus eine Ölheizung mit den entsprechenden Öltanks verbaut, sollten diese und die Öleinfüllstutzen sowie Belüftungen gegen das Eindringen von Wasser gesichert werden. Des Weiteren sind die Tanks so zu sichern, dass sie, wenn sie vom Wasser umschlossen werden, nicht umkippen können.

Mit Sandsäcken, wasserfesten Sperrholzplatten und Silikon kann man zudem versuchen, Türen, Fenster und auch Abflussrohre so abzudichten, dass dadurch kein oder nur wenig Wasser ins Haus eindringen kann. Auch eine Wasserbarriere rund um die Hausmauer in Form von zu einer Mauer aufgestapelten Sandsäcken kann sinnvoll sein.

Notfallratgeber von offiziellen Stellen

Tipps, wie man sich vor Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, oder auch vor sonstigen Bedrohungen und Krisen vorbereitet, aber auch was man während und nach einem Hochwasser beachten sollte, enthält der „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“. Dieser kann kostenlos auf der Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) heruntergeladen werden.

Für Hausbesitzer erklärt die kostenfrei downloadbare 66-seitige „Hochwasserschutzfibel“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, wie sich mit baulichen Maßnahmen und sonstigen Hilfen das Hochwasserschadenrisiko minimieren lässt. Trotz aller Präventionsmaßnahmen kann ein Überschwemmungsschaden nie ganz ausgeschlossen werden. Daher sollte man grundsätzlich prüfen, inwieweit der bestehende Versicherungsschutz ausreicht, um solche Schäden abzusichern.

Dabei gilt es zu beachten, dass nicht jede Hausrat- oder Gebäudeversicherungs-Police automatisch auch Schäden durch Starkregen oder Hochwasser abdeckt. Allerdings ist in diesen Policen in der Regel die Mitversicherung solcher Elementarschäden, zu denen neben Hochwasser- und Starkregenschäden auch Schäden durch Lawinen, Schneedruck, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch und Vulkanausbruch zählen, meist gegen einen Beitragsaufschlag möglich. Nähere Informationen dazu erhält man beim Versicherungsvermittler.

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